Bach auf dem Schlagzeug. Kann das funktionieren? Es kann. Und wie! Jedenfalls, wenn man Simone Rubino heißt. So, wie er Bach spielt, erleben wir diese Musik selten: so klangbunt, virtuos und zugleich geradezu liebkosend sanft.

BR-Klassik

Wie er die verschiedenen Schlagwerke überblickt, bearbeitet, bespielt und liebkost, könnte man den Eindruck gewinnen, Rubino entlocke einem Orchester alle nur möglichen Klangfarben.

Neue Zürcher Zeitung

Was soll man mehr bewundern: die unglaubliche Beweglichkeit, mit der er rasende Wirbel auf Trommeln, Tomtoms und Bongos entfacht, Klanghölzer klirren lässt oder am Xylofon entlangtanzt? Oder die Klangsensibilität, mit der Gongs, Glocken und Zymbeln mit hohen Streichern oder zarten Holzbläsern verschmelzen?

Isabel HerzfeldDer Tagesspiegel

Der junge Künstler hat an diesem Abend nicht nur seine enorme technische Präzision bewiesen, sondern auch die Fähigkeit, musikalische Erlebnisse zu schaffen.

Süddeutsche Zeitung

Dass die Hörer Simone Rubino so konzentriert folgen, hängt auch am Charisma des Protagonisten. Es macht Spaß, ihm zuzuhören, sei es bei den zeitgenössischen Jeux
d'eau, sei es bei Piazzolla-Zugaben. Jubel für den fröhlichen Perkussionisten

Paul SchäfeleSüddeutsche Zeitung

Biografie

Simone Rubino, der 2014 fulminant den ARD-Musikwettbewerb gewonnen hat und 2016 den Crédit Suisse Young Artists Award im Rahmen des Lucerne Festivals erhielt, hat mittlerweile eine neue Ära von Schlagzeugern eingeläutet, die sich im klassischen Konzertbetrieb etabliert haben. Simone Rubino macht sich für die Erweiterung des Schlagwerk-Repertoires stark und arbeitet unter anderem mit Komponisten wie Carlo Boccadoro, Avner Dorman, Adriano Gaglianello oder Aziza Sadikova zusammen.

In der Saison 2019/20 ist Rubino mit Dormans „Eternal Rhythm“, das er 2018 mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester uraufgeführt hat, beim George Enescu Festival in Bukarest sowie bei der Filarmonica Arturo Toscanini zu erleben. Simone Rubinos Leidenschaft für neues Repertoire zeigt sich ebenfalls bei der Uraufführung von Boccadoros Schlagzeugkonzert „L’elettricità dei sogni“, das im Februar 2020 in Florenz mit dem Orchestra della Toscana unter Daniele Rustioni erstmalig zu hören sein wird. Darüber hinaus eröffnet er die Saison der Staatsoper Hannover mit Peter Eötvös‘ „Speaking Drums“ unter Kevin John Edusei und ist beim Konzerthausorchester Berlin unter Michael Sanderling, dem Tiroler Symphonieorchester unter Kerem Hasan, dem Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi unter John Axelrod und der Filarmonica Arturo Toscanini unter Yves Abel zu Gast. Er spielt in verschiedenen Kammermusik-Formationen (u. a. mit Arthur und Lucas Jussen, Alexej Gerassimez und Simon Höfele) in Amsterdam, Berlin, Wien, Dortmund und Florenz und geht mit Enrico Dindo auf Italien-Tournee.

Rubinos erfolgreiches Debütalbum „Immortal Bach“ stellt die Bearbeitung Bachs dritter Cello-Suite für Marimba zeitgenössischen Werken, u. a. von Xenakis, Piazzolla oder Cage, gegenüber. Simone Rubino ist mit dem gleichnamigen Soloprogramm 2019 und 2020 bei zahlreichen Festivals, wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Heidelberger Frühling, den Thüringer Bachwochen, dem Bachfest Leipzig und dem MDR Musiksommer zu Gast.

Im August 2019 erschien Simone Rubinos neues Album, welches er gemeinsam mit dem Windsbacher Knabenchor unter dem Motto „Water and Spirit“ bei SONY Classical aufnahm. Das Programm wird unter anderem im Februar 2020 gemeinsam in der Elbphilharmonie aufgeführt.

Rubino war als Solist mit den Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem hr-Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonie- Orchester Berlin, den Münchner Philharmonikern, dem SWR Symphonieorchester, dem Netherlands Philharmonic Orchestra, dem Orchestra Del Maggio Musicale Fiorentino oder dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo zu hören, mit dem Orchestre National de Lyon und Tan Dun war er 2019 auf Tournee in China. Darüber hinaus arbeitet er mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Gustavo Gimeno, Tugan Sokhiev, Santtu-Matias Rouvali, Manfred Honeck, Joshua Weilerstein, Elim Chan oder Francesco Angelico zusammen.

Neben seinen Auftritten als Solist liegt ihm die Kammermusik am Herzen, was seine Konzerte mit dem Trompeter Simon Höfele, den Pianistinnen Katia und Marielle Labèque sowie Pianistin Beatrice Rana bezeugen. Er ist gern gesehener Gast renommierter Festivals; dazu zählen „La Folle Journée“ in Frankreich und Japan, das Rheingau Musik Festival, die Schwetzinger Festspiele, das Schleswig-Holstein Musik Festival, Musical Olympus in Russland oder die Pfingstfestspiele in Baden-Baden.

1993 in Turin geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt am Conservatorio Giuseppe Verdi, ehe er nach München zu Peter Sadlo wechselte. Simone Rubino hat seit September 2019 eine Professur an der Haute École de Musique de Lausanne sowie eine Gastprofessur an der Berliner Universität der Künste inne. Er ist Artistic Consultant der Reihe Fasano Musica.

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